Älter werden ist nichts für Tussies

Das steht auf einer sehr schönen Karte, die ich von einer lieben Freundin und Kollegin bekommen habe. Wie groß der Unterschied beim Reisen zwischen 23 und 63 ist, wurde mir erst bei den Reisevorbereitungen bewußt.

Die schwierige Sache mit der Auslandskrankenversicherung

Ich habe gelernt, dass die Auslandskrankenversicherung meiner deutschen Krankenversicherung nur für die Dauer eines „regulären“ Urlaubes gilt. Also so irgend etwas zwischen 4 und 6 Wochen. Den Rest der Zeit im Ausland gilt es, mit einer speziellen Auslandskrankenversicherung abzusichern. Anbieter gibt es einige und die Angebote kann man sich problemlos online einholen. Die Unterschiede sind allerdings beträchtlich. Die beiden größten Preistreiber – wer hätte das gedacht , ist das Alter und gleich danach das Land in dem man sich aufhält.

Wir haben noch Glück, denn ab 65 gibt es keine Standard Preise für Versicherung (langzeit Auslandsaufenthalte) mehr. Die Angebote kommen dann nur noch „auf Anfrage“. Nutzen wir also die letzten 2 Jahre.

Die verschiedenen Optionen der bei Krankenversicherung

Eine Absicherung die, in etwa unseren Leistungen entspricht, USA und Kanada inkludiert kosten schlappe 18.000€ für 2 Jahre und 2 Personen. Allerdings gewährt sie die freie Arztwahl und auch die bereits vorhandenen Wehwechen (Blutdruck, Schildrüse u.a.) sind mit abgedeckt. Dabei darf man aber nicht vergessen, dass die bestehende Krankenversicherung zuhause besser nicht gekündigt werden sollte, denn wer weiß ob wir nach der Reise da wieder reinkommen.
Nach einigem hin und her her überlegen, haben wir uns für eine Versicherungsvariante entschieden, die alle Notfälle, Unfälle und unvorhergesehenen medizinischen Vorfälle abdeckt. Sie hat zwar keine freie Arztwahl, aber eine deutschsprachige 7/24h Hotline und App, die den nächsten Arzt oder das nächste Krankenhaus benennt mit dem es einen Vertrag gibt. Die Abdeckung über den Kontinent hinweg ist gut genug und um ehrlich zu sein: Wenn es langfristig oder „schlimmer“ sein sollte, will ich wieder nach Hause! Das Ganze kostet uns jetzt für den Zeitraum so um die 8.000€.

Was ist mit Medikamenten?

Was aber jetzt mit den Medikamenten, die wir regelmäßig einnehmen? Mit unserer Hausärztin haben wir gesprochen und sie hat uns unterstützt, einen größeren Vorrat anzulegen. Den Rest, sollten wir unterwegs nichts entsprechendes bekommen, können uns unsere Kids schicken. Nur da ist wirklich die Herausforderung, wie bekommt man Medikamente für 2 Jahre und 2 Personen über den Zoll ohne als „Großdealer“ verhaftet zu werden. Hier ist Kreativität gefragt und ich werde es erzählen, wenn wir es geschafft haben.

Ganz praktisch ist es sich schon mal vorab Gedanken zu machen, was man öfter mal im Einsatz hat (Voltaren, ABC Pflaster, Fenistil, Bepanthen und Co.). Jetzt am besten in Ruhe googeln und die entsprechenden amerikanischen Produktnamen suchen und wo sie im Regelfall zu bekommen sind. Denn das ist mit Sicherheit stressfreier, als mit juckenden Pusteln und Sonnenstich im Drugstore zu stehen.


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