Dieser Abschnitt unserer Reise hat uns zum ersten mal vor richtige Herausforderungen gestellt. Aber dazu erfahrt ihr mehr, wenn es um den Dempster Highway und die Waldbrände geht. Der Yukon ist so, wie ich ihn mir vorgestellt habe. Natur, Natur und Natur. Die Menschen hier sind freundlich und hilfsbereit und halten auch gerne mal ein Schwätzchen. Auch wenn der Kunde hintendran schon wartet.

Kluane National Park

Von Whitehorse (Landeshauptstadt Yukon) aus sind wir Richtung Kluane Nationalpark gefahren. Der erste Stopp hier ist Haines Junction.

Haines Junction

Eine kleine Stadt mit sehr viel Flair und einer Bäckerei, die zusätzlich noch als Veranstaltungsort und Café fungiert. Brot, homemade Sandwiches, Cinnamon Buns und Limonade gibt es hier. Ob es ein Geheimtipp ist, erkennt man wie immer daran, dass sich die „einheimischen“ Handwerker, die Polizisten und die Studenten aus der ganzen Gegend dort aufhalten.

Im Visitor Center sitzen die Ranger des Yukon Goverment, die Parkranger von den Parks Canada und in einem großen Raum wird die Kultur der Aishihik und Kluane First Nations vorgestellt. Fragen werden jederzeit alle beantwortet. Ganz nach dem Vorbild von Quebec, sind die Stoppschilder in der „Landessprache“.

Million Dollar Falls

Fragt mich nicht, wie sie zu diesem Namen gekommen sind. Ich habe versucht zu recherchieren und keine Antworten gefunden. Also für alle Romantiker unter uns, meine Version: Da Gold und Edelsteine schwerer sind als Wasser, wurde am Fuß der Fälle ein großer Goldschatz gefunden, der eine arme Frau so reich gemacht hat, dass sie ihre Kinder zur Schule und ihren Mann zum Teufel schicken konnte.

Dezadeash Lake

An diesem See haben wir übernachtet und sind am nächsten Tag den „Rock Glacier“ Trail gewandert. Es hätte mich misstrauisch machen sollen, dass für den Trail nur 1,5 Km angegeben waren. Aber wie immer sind die Längenangaben von Parks Canada sehr optimistisch und vorsichtshalber macht auch nie jemand eine genaue Aussage über die Höhenmeter. Aber sogar ich muss zugeben, dass sich jeder einzelne Höhenmeter gelohnt hat. Eine besondere Motivation sind natürlich auch die Moskitos und Bremsen unten im Wald, die meinen Aufstieg echt beschleunigt haben.

Kathleen Lake

Er ist wohl einer der bekanntesten Seen im Kluane Park. Aber eben auch am touristisch erschlossensten. Es gibt Camps für Schulklassen und einen Lehrweg zu den verschiedensten Natur-Themen. Außergewöhnlich an diesem Seengebiet ist, dass es hier Süßwasser-Lachse gibt, die nicht mehr ins Meer raus schwimmen. Allerdings geht die Population seit 2005 stark zurück und die verschiedensten Universitäten für arktische Forschung sind damit beschäftigt die Ursachen zu finden. Fischen ist hier mittlerweile komplett verboten.

Aus dem Kluane Park heraus sind wir dann noch ein Stück Richtung Alaska gefahren, um den Namensgeber des Parks zu sehen: Den Kluane Lake. Am östlichen Ende des Sees ist eine Sandbucht entstanden. Mit ganz feinem Treibsand und einer sehr eigenen Vegetation. Der Highway führt am Bergrand um die ganze Bucht herum. Als wir dort angekommen sind, war es so windig, dass in der Bucht kleine Sandteufel tanzten. Leider sind sie sehr fotoscheu und man kann sie auf dem Bild nur erahnen. Die Berge sind einfach der Wahnsinn. Was mich dazu noch immer in Staunen versetzt, ist die unendliche Weite.

Klondike Highway (Hw)

Um weiter in Richtung Norden zu kommen, mussten wir wieder ein kurzes Stück zurück über Whitehorse, um von dort aus auf den Klondike Hw zu kommen. Auf dem Campingplatz in Whitehorse sind wir mit anderen Reisenden ins Gespräch gekommen und haben so erfahren, dass es in der Nähe des Klondike Hw Waldbrände gibt. Nach einer Recherche auf der Govermentseite Yukon.ca war klar, dass der Klondike Hw zwischen Pelly Crossing und Stewart Crossing zwar gerade wieder geöffnet war, aber die Gefahr bestand, dass er wieder gesperrt wird. Da wir unbedingt hoch nach Dawson wollten und es nur diese eine Strecke gibt, sind wir früh in Whitehorse los gefahren. Der Highway war (noch nicht wieder) gesperrt und wir konnten bis Stewart Crossing durchfahren.

Stewart Crossing

Der Stewart River macht hier eine große U-Schleife, die vor Ort auch gerne als „Devils Ellbow“ bezeichnet wird. Wie ihr sehen könnt, sind die Brücken wirklich schön hier. Da kann ich nicht widerstehen Fotos zu machen. Aber auch bei den Baustellen werden keine halben Sachen gemacht. Durch die ca. 10 km lange Baustelle geht es nur hinter einem Pilotcar (Follow Me) her. Ohne den würde man sich in der Baustelle verfahren. Stewart Crossing ist eine T-Kreuzung, da wir genug Zeit haben, sind wir erst mal rechts in Richtung Keno (Achtung Sackgasse) gefahren.

Five Mile Lake

Hier haben wir wieder einen Provincial Campground gefunden. Es gibt planierte, angelegte Plätze mit Feuerstelle, aber keinen Strom und nur Plumpsklos. Das sind die besten Plätze überhaupt. Das Highlight war aber der See. Das Wasser war warm genug zum schwimmen und es hat uns so gut gefallen, dass wir vier Tage geblieben sind. Ganz am Eck des Sees gab es sogar ein bisschen Handy-Empfang.
So haben wir dann auch erfahren, dass die Waldbrände immer näher kommen. Am dritten Tag war dann schon ein leichter Rauchgeruch in der Luft und die Straße von Stewart Crossing, zurück nach Whitehorse, komplett gesperrt. In Gesprächen haben wir dann erfahren, dass es in dem kleinen Ort, den wir passiert hatten, schon keine Milch mehr zu kaufen gibt. Die Versorgung kommt aus Whitehorse und da war gesperrt.
Am Morgen des vierten Tages waren die Rauchschwaden schon so dick, dass sie die Sicht deutlich eingetrübt hatten. Wir sind aufgebrochen bevor die Brände nicht nur den Weg nach Süden versperren, sondern auch die einzige Alternative nach Westen in Richtung Dawson.

Dempster Highway

Endlich haben wir das große Abenteuer erreicht, auf das wir uns so gefreut hatten: Den Dempster Highway. 880 Km einfach bis an die Beaufort See im arktischen Ozean. Es war uns klar, dass die ganze Strecke nur Schotterpiste ist. Nennt sich hier „Gravelroad“. Der Begriff „Road“ ist schwer übertrieben.
Es gibt gute Tipps wie man diese Straße am besten meistert:
Ersatzkanister füllen, mindestens ein, am besten aber zwei Reserveräder, Mückenschutz vor den Kühlergrill, damit das Auto nicht zu heiß wird und bei entgegenkommenden Verkehr, vor allem bei LKWs langsam und ganz rechts fahren. Das erhöht die Lebensdauer der Windschutzscheibe ungemein. Haben wir alles gemacht. Trotzdem, dieser Highway ist eine Prüfung für den Fahrer und eine Materialschlacht für das Auto.

Was man so von der typischen „Wellblechpiste“ weiß ,ist dass man bei einer höheren Geschwindigkeit (80 Km/h) das Gerüttel fast nicht mehr spürt. Die Reifen fliegen nur noch über Wellen hinweg. Leider haben die Pick Ups und LKWs, die hier normalerweise fahren, einen größeren Raddurchmesser. Die kleinen und europäischen Wagen rütteln hier immer noch, egal bei welcher Geschwindigkeit. Es wurde uns zum ersten mal klar, was der Vorteil von Wohnkabinen, ohne Verbindung zur Fahrerkabine ist: Man hört das Geschirr in den Schänken nicht klappern.

Ich zeige Euch jetzt erst mal ein paar Bilder von der absolut traumhaften Landschaft. Sie geht von den Tombstone Mountains langsam in sanft geschwungene Hügel über. Je weiter wir nach Norden kommen, umso kleiner und seltener werden die Bäume. Kniehohes Gestrüpp geht zum Schluss in flache Gräser und Flechten über.
Die Tundra blüht. Viele kleine weiße Blüten, aber auch ein bisschen Pink und Blau zwischendrin. Auf dieser Strecke überschreiten wir zwei Grenzen. Die Grenze zwischen Yukon und den North West Territories und dann den nördlichen Polarkreis.
Lasst euch nicht täuschen. Die Bilder, die nach Dämmerung aussehen, sind Bilder vom Rauch der Waldbrände in der Luft. Ein paar hundert Kilometer zieht der Rauch locker.

Am Ende der 1.760 Km muss wieder Luft in Reifen.

Tombstone Park

Für die erste Übernachtung waren wir auf dem Campground des Tombstone Parks. Der Klondike fließt hier praktisch durch den Hinterhof. Wir haben eine kleine Wanderung gemacht, die entlang des Klondike führte.

Als wir am nächsten Morgen weitergefahren sind, hatten wir keine Ahnung wie sehr uns der Highway herausfordern würde. Meiner Meinung nach ist es der Highway der Geräusche. Es macht Klonk, Klonk, Klonk. Das sind sie Steine, die im Radkasten gegen das Blech springen.
Klick, Klick, Klick. Das sind die Steine, die trotz langsam fahren auf der Windschutzscheibe oder im Autolack landen.
Jaul, Jaul, Quietsch. Das ist der Stein, der sich zwischen Bremsscheibe und Bremszange verkeilt hat und die Bremsscheibe zum singen bringt.
Das ganze Orchester wird begleitet vom Geklapper und Gerassel in den Schränken und im Fahrwerk.
Noch erschreckender war das Plock, Plock, Plock der riesigen Bremsen (Moose Flies) die bei 40 Km/h mit dem Auto um die Wette geflogen sind und immer wieder versucht haben durch die Seitenscheiben einzubrechen. Jeder Vogel hätte einen Schaden davon getragen, nicht aber die Bremsen. Die sind unkaputtbar.
Die Moskitos sind nicht so schnell, aber dafür gemeiner. Sie mogeln sich durch die Zwangslüftung im Bad ins Innere des Autos. Die Nächte, in denen es über dem Polarkreis ja nicht mehr dunkel wird, waren interessant.
Wir haben auf dieser Strecke Motorradfahrer gesehen, die sich mit dem tiefen, losen Splitt und dem Matsch abgequält haben, um dann im Regen die Hundehütte aufzubauen. Wenn es nicht geregnet hatte, unter dem erbarmungslosen Angriff der Bremsen und Moskitos.
Die mutigsten, verrücktesten und wahnsinnigsten auf dieser Straße, sind die Radfahrer. Sie strampeln mit dünnen Reifen im Matsch die Berge hoch. Komplett Mückensicher eingekleidet und mit Mückennetz über dem Helm. Manchmal zu zweit, ganz oft aber auch alleine.
Es gibt genau an vier Stellen auf den 880 km Handyempfang oder WLAN: Am Visitor Center im Tombstone Park Kilometer 72, in Eagle Plains Hotel RV Park und an der ersten Tankstelle und Werkstatt seit über 400 km. Dann erst wieder in Inuvik bei km 736 und schließlich in Tuktoyaktuk bei km 880.


Es passiert genug. Eine Woche bevor wir hochgefahren sind, ist ein Motorradfahrer ums Leben gekommen. Als wir die Strecke gefahren sind, haben wir (Rainer) zwei Mädels beim Reifenwechsel geholfen und als wir zurück gefahren sind, fanden wir ein anderes Wohnmobil in der Böschung. Kurz zuvor hatte der Fahrer nachgefragt, ob bei uns alles OK sei, weil wir selbst kurz gestoppt hatten. Aber es hing schon ein Zettel an seiner Scheibe: „I‘m OK. Gone for help.“ Im Vorbeifahren sieht man das Wohnmobil in der Böschung, aber ein Motorrad oder gar ein Fahrrad hätten die Büsche komplett verschluckt.

Inuvik

Inuvik hat hauptsächlich zwei Bevölkerungsgruppen: die Gwich‘In Natives und die Inuit (Eskimo). Ich kann nicht sagen, was ich mir von Inuvik erwartet hatte, aber es war jedenfalls nicht das, was ich gesehen habe. Gleich vorweg, die Menschen hier sind sehr freundlich und hilfsbereit. Aber die Art und Weise, wie sie Leben, gibt mir Rätsel auf. Die einzig geteerte Straße in Inuvik führt vom Flughafen zur Stadt. Alles andere ist entweder Staub oder Matsch. Die Häuser sind aus Holz und verwittert. Auch dafür kann keiner wirklich etwas. Das Klima ist hart und Reparaturen kosten Geld.
Warum aber alle Autos, Schneemobile, Kinderfahrräder, Roller, Kanister, Tonnen und sonstige Schrottteile in den Vorgärten liegen müssen, ist mir ein echtes Rätsel. Ich weiß, im Winter ist das alles nicht mehr zu sehen und sieht dann gleich viel hübscher aus, aber im Sommer sieht es aus, wie auf einem Schrottplatz. Selbst die teuren Schneemobile werden im Sommer einfach entlang des Highway im Gebüsch abgestellt und warten dort auf den Winter. Das Visitor Center war allerdings sehr schön, mit einer großen Steinschnitzerei davor und interessanten Ausstellungsstücken.

Tuktoyaktuk

Wir haben es geschafft. Wir sind am arktischen Ozean. Es ist sau kalt und es pfeift ein stetiger und heftiger Wind. Polarmeer halt.
Der 30.06. ist der Nationalfeiertag der Kanadier, daher auch der Mounty in Paradeuniform. Die Royal Canadien Mounted Police hat seit ihrer Gründung in 1873 den Ruf, dass sie immer ihren gesuchten Mann bekommen.
Die Häuser sind auch hier aus Holz, allerdings ist es nicht ganz so chaotisch wie in Inuvik.
Es gibt ein bisschen Industrie mit Öl und Gas. Die Übernachtungsplätze liegen am Dorfgemeinschaftsplatz direkt am Meer. Die Lieblingsbeschäftigung der Tuktoyaktukrianer ist am Sonntag oder Feiertag mit PickUp, ATV oder Side by Side über den Dorfplatz zu cruisen und Touristen zu gucken. Die Pingos sind im Grunde genommen riesige Eiswürfel mit einem Erdüberzug. Wie das funktioniert steht auf der Tafel. Zu den Pingos kommt man nur mit dem Kanu oder Kajak hin, das war mir eindeutig zu kalt. Das Wetter war nicht so toll und irgendwie ging mir die Magie vom Arctic Ocean verloren.

Dawson City

Der Name hat Klang. Ob nun aus alten Goldsucher-Tagen oder aus Jack London Romanen oder aus den DMAX Serien. Dawson City hat einen Ruf weg.
Toll ist, dass der Staat und die Stadt sehr viel getan haben, um die alten Häuser am Leben zu erhalten. Das sieht aus wie in einem alten Cowboyfilm, wenn man die Holzwege vor den Häusern sieht und die bunten Fassaden. Die Häuserwände rechts, links und hinten sehen anders aus. Macht euch die Mühe und lest das Schild an der Blechwand.

Das ist das Modell einer Dregde. Mit der Maschine wird Geröll, Schlamm und (hoffentlich) Gold vom Flussbett hochgeholt. Am Ende fallen dann nur noch lose Steine an das Flussufer.

Es gibt einen alten Raddampfer zu besichtigen. Er hat Vorräte, Lebensmittel und Menschen von Dawson nach Keno gebracht und von dort Eisenerz wieder zurück. Es gab eine weitere Strecke nach Whitehorse und zurück, mit der zu Beginn des Goldrausches tausende von Goldsuchenden in das 800-Seelen-Städtchen kamen. Die Schiffe waren so flach gebaut, dass sie trotz voller Beladung in drei Fuß tiefem Wasser fahren konnten.

Mein persönliches Highlight war das Jack London Museum. Hier wird die Hälfte der Hütte ausgestellt, in der Jack London damals seine Zeit im Yukon verbracht hatte. Die andere (obere Hälfte) steht in Oakland in seiner Heimatstadt. Natürlich wurden beide Hälften ergänzt, so dass man wieder vollständige Hütten besichtigen kann. Wie die Hütte gefunden und schließlich bewiesen wurde, dass es tatsächlich die Zuflucht von Jack London war, schreib ich Euch gerne separat, wenn es Euch interessiert.

Letzlich hat Rainer den Aufenthalt in Dawson auch genutzt um ein paar Erinnerungen an den Dempster Highway zu beseitigen. Also Auto außen waschen und innen den Staub wegwischen (auch in den Schubladen und Schränken). Dann die Räder von verklemmten Steinchen und fest gebackenem Schlamm befreien. Das Bild zeigt die Innenseite der Felge.

Exkurs „Wildfire”

Die Waldbrände haben mich erschreckt und auch verunsichert. Mir springt da sofort das Wort Klimawandel in den Kopf. Allerdings musste ich gar nicht so viel recherchieren. In einigen Visitor Centern und auch auf Wegen mit Infotafeln werden die Waldbrände, ihre Ursachen, ihr Nutzen und auch ihre Gefahren beschrieben. Ich möchte es Euch hier kurz zusammenfassen, was ich mitgenommen habe.

Waldbrände entstehen zu 2/3 wegen Blitzeinschlägen. Das 1/3 durch Menschen verursacht wird, kann man meistens daran erkennen, dass sie entlang der Highways oder in Menschennähe entstehen. Dass es zu so großen Flächenbränden kommt, ist hausgemacht. Der Wald hat einen natürlichen Zyklus in dem ein Schritt den nächsten bedingt. Ich fange mal mit dem letzten Schritt an. Der Wald besteht nur noch aus dicht, nebeneinander wachsenden Nadelbäumen, hauptsächlich White und Black Spruce, weißer und schwarzer Fichte. Es kommt kaum Licht auf den Boden und es wächst nur noch Moos und wenig Blattpflanzen. Das bedeutet, keine Nahrung und auch kein Platz für die großen Tiere wie Elch, Elk, Waldbison und Deer, damit auch keine Nahrung für die großen Prädatoren Bären und Wölfe.

Wenn es jetzt brennt, brennen die Nadelbäume ab und es kommt wieder Licht an den Boden. Schon nach einer Woche wachsen die ersten Gräser und vor allen Dingen das „Fireweed“. Nicht lange danach kommen die ersten kleinen Büsche. Es bilden sich Lichtungen mit Nahrung für die großen Grasfresser. Auch funktionieren diese Lichtungen wie Brandschneisen. Nach und nach wachsen in den Lichtungen Laubbäume, die schneller sind als die Nadelbäume. Letztlich setzen sich dann die langsamen Nadelbäume wieder durch und verdrängen das Laubgrün. So beginnt der Kreislauf von vorn.

Durch das Eingreifen der Menschen, schon früh zu Beginn des 20. Jahrhunderts, wo mit Wachtürmen Waldbrände früh erkannt und eingedämmt wurden, haben sich die natürlichen Zyklen in den Wäldern so verändert, dass die Gefahr von großen Flächenbränden extrem zugenommen hat. Nun kommt noch dazu, dass es in den riesigen Wäldern, ob es in Russland oder auf dem nordamerikanischen Kontinent ist, immer trockener und heißer wird. Dann haben wir es wieder das Wort, dass immer noch so viele nicht wahrhaben wollen. Der Klimawandel.


Ich hoffe es macht Euch so viel Spaß meine Geschichten zu lesen, wie es mir Freude macht, sie zu schreiben. Bleibt dabei, denn es gibt eine Änderung im Plan. Wir fahren nun doch nach Alaska. Es wäre einfach zu doof gewesen Alaska auszulassen. Die nächsten Geschichten dann aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

Bis bald.
Liebe Grüße

Antje und Rainer


4 Antworten zu „Yukon”.

  1. Avatar von jibayer
    jibayer

    Hallo ihr Zwei, ich weiss bald nicht mehr was ich noch schreiben soll bei so viel atemberaubender Natur. Chapeau dass ihr diesen Highway bekämpft habt, ich mag zwar auch gern Abenteuer, aber das wär mir doch zu arg, und Bremsen und Moskitos hätte es keine mehr gegeben, weil die alle an mir gehangen hätten 😂🙈. Ich habe eine Fotografin durch eine Hurtigrutengruppe in FB kennen gelernt, die war schon x-mal in der Gegend, aber mit dem Schiff, sie hat das mit den Schrotthaufen auch berichtet und sogar einen Fotobericht darüber gemacht. Ich denke es resultiert halt aus der gesamten Lebenssituation der Inuit und der Natives, den Menschen wurde einfach der Boden unter den Füssen weg gerissen und die meisten konnten nie mehr richtig Fuss fassen, das macht mich immer so traurig und auch wütend was der „weisse Mann“ auf der Welt schon alles angerichtet hat. Ich denke wir könnten alle von den Ureinwohnern sehr viel lernen….

    Aber das hat hier nix zu suchen, eine tolle Weiterreise für euch und…….uffbasse 😍

    liebe Grüsse Ilona und Jürgen

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  2. Avatar von jibayer
    jibayer

    Hallo ihr Zwei, ich weiss bald nicht mehr was ich noch schreiben soll bei so viel atemberaubender Natur. Chapeau dass ihr diesen Highway bekämpft habt, ich mag zwar auch gern Abenteuer, aber das wär mir doch zu arg, und Bremsen und Moskitos hätte es keine mehr gegeben, weil die alle an mir gehangen hätten 😂🙈. Ich habe eine Fotografin durch eine Hurtigrutengruppe in FB kennen gelernt, die war schon x-mal in der Gegend, aber mit dem Schiff, sie hat das mit den Schrotthaufen auch berichtet und sogar einen Fotobericht darüber gemacht. Ich denke es resultiert halt aus der gesamten Lebenssituation der Inuit und der Natives, den Menschen wurde einfach der Boden unter den Füssen weg gerissen und die meisten konnten nie mehr richtig Fuss fassen, das macht mich immer so traurig und auch wütend was der „weisse Mann“ auf der Welt schon alles angerichtet hat. Ich denke wir könnten alle von den Ureinwohnern sehr viel lernen….

    Aber das hat hier nix zu suchen, eine tolle Weiterreise für euch und…….uffbasse 😍

    liebe Grüsse Ilona und Jürgen

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    1. Avatar von aammlung

      Hallo Ilona, Du hast recht es ist wirklich schwierig aus einem so kurzen Aufenthalt verallgemeinernde Schlüsse zu ziehen. Für die Moskitos und Bremsen ist es jetzt die Hauptbeutezeit. Ich kann kein Foto machen ohne „Blutzoll“ zu zahlen. Aber der Deutsche ist ja vorbereitet mit Mückensicherem Hemd und Hose und einem Hut mit Mückennetz drüber. Trotzdem beim „Biteaway“ musste ich schon die Batterien wechseln. Ich freue mich sehr, dass Ihr so begeistert dabei seid, da macht das Schreiben schon gleich viel mehr Spaß.
      LG Antje

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  3. Avatar von hedyrumpelt
    hedyrumpelt

    So, ich Genie bin jetzt endlich angemeldet! Sehr schön euch begleiten zu können. Bin fasziniert was ihr da geplant habt und auch umsetzt.
    Oh Gott oh Gott….wie das alles aufregend sein muss!
    Schreib weiter so herrlich, ich freue mich auf den nächsten Abschnitt
    eurer Reise!
    Ganz liebe Grüße Hedy

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